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Auf den Spuren Göttlicher Ordnung in der Leonhardskirche bei Tamsweg
Wenn die Blume des Lebens das Grundmuster vieler bedeutender Kirchenbauten ist, müsste neben der Kathedrale von Chartres auch eine so wichtige Kirche wie Sankt Leonhard bei Tamsweg diesem Grundmuster entspringen. Ursprünglich war St. Leonhard bei Tamsweg neben Mariazell eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen. Ein Schreiben des verstorbenen Pfarrers von Thomatal, Valentin Pfeifenberger, an den bereits ebenfalls verstorbenen Baumeister August Santner aus Tamsweg, brachte mich auf den Gedanken hier weiter zu forschen. In diesem Schreiben übermittelt Pfarrer Valentin Pfeifenberger einen Grundriss der Leonhardskirche in welchem die Monstranz von Sankt Leonhard abgebildet ist. Vermutlich wollte man der Frage nachgehen, ob der Grundriss der Leonhardskirche in besagter Monstranz („monstrare“ zeigen) tatsächlich verschlüsselt ist.
In der Ausgabe der Österreichischen Kunsttopographie, Band XXII, aus dem Jahre 1929 findet sich wie in der Festschrift „550 Jahre Sankt Leonhard“ anlässlich des Jubiläumsjahres 1983, der Hinweis, dass dies tatsächlich nicht der Fall wäre. Konkret findet sich auf Seite 114 der Festschrift der Hinweis, dass die von Karl Lind 1873 ausgesprochene Meinung einer diesbezüglichen Übereinstimmung als reine Hypothese zu bewerten wäre. Um diesem Rätsel näher zu kommen wurde die Leonhardskirche mit Maßband und Laser vermessen. Auch die Monstranz wurde im Dekanatspfarrhof einer genauen Vermessung mittels Schublehre unterzogen. Das vorläufige Ergebnis meiner Untersuchung zeigt, dass die Monstranz mit dem Grundriss verglichen auf den ersten Blick tatsächlich nicht exakt übereinstimmt (Proportionsvergleich). Legt man jedoch das Muster der „Blume des Lebens“ über den Grundriss zeigt sich nicht überraschend eine wunderbare Harmonie zwischen Bauwerk, Monstranz und der Blume des Lebens. Tatsächlich ist die Blume des Lebens ein räumliches Gebilde und kann nur unter diesem Betrachtungsaspekt eine exakte Übereinstimmung gefunden werden.
Tatsächlich sind meine Untersuchungen noch lange nicht abgeschlossen und zeigt meine Bauskizze nur einen ersten Eindruck. Auch ein möglicher Zusammenhang zwischen der Leonhardskirche und deren Schwesterkirche („kleiner Sankt Leonhard“ in Murau) wird noch untersucht. Besonders interessant sind, von mir vermutete, universelle Verknüpfungspunkte zwischen der Leonhardskirche bei Tamsweg, der Wallfahrtskirche zu Mariapfarr bzw. weiteren auf diesem Grundmuster errichteten Bauwerke weltweit. „DEO PATRI CREATORI“ lautet der Dankesspruch auf meiner Bauskizze, „Gott Vater dem Allmächtigen“ soll diese Arbeit gewidmet sein. Für die praktische Mithilfe bei den Vermessungsarbeiten möchte ich mich bei Frau Dipl.-Ing. Helga Santner, Frau Silvia Rauter und meinem Bruder Wolfgang Rauter herzlich bedanken. Ein besonderes Dankeschön für deren Entgegenkommen und Verständnis sei an Frau Anna Resch, Leonhardsmesnerin und an
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